Perth City - Pinnacles Desert - 16.Aug – 18.Aug
9. September 2008
Sa 16.08
Nach meinen kühlen Tagen am Ayers Rock machte ich mich nun mit Quantas auf den Weg an die Westküste nach Perth. Hier angekommen nahm ich den Shuttle Bus zum Central YHA um mich mit Eva und Sebi wieder zu treffen, welche auch so ziemlich zeitgleich mit Buddy ankamen. Perth ist mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Western Australia und sieht auf den ersten Blick auch wie ne richtige Metropole aus was sich allerdings als etwas trügerisch herausstellen sollte.
So 17.08
Sonntag zogen wir also nach dem Frühstück los um mit dem großen Lonely-Planet-Walk uns die besten „Sehenswürdigkeiten“ anzusehen. Die beiden Shopping Malls in der Innenstadt kannten wir vom kurzen Einkauf gestern schon und hatten das nach ca. 15 Minuten auch abgehackt. Um einen Vergleich zu haben, die beiden Straßen sind zusammen etwa so groß wie unser Oberer und Unterer Markt, allerdings mit etwas mehr Geschäften. Dazu war so ziemlich kein einziges Auto unterwegs was ja schonmal komisch war für so viel Einwohner. So kam ich hierbei auf den Gedanken, dass es wohl wie früher bei uns ein Sonntags-Fahrverbot geben muss und sich einige nur nicht daran halten.
Danach gings am Swan River entlang und Richtung Kings Park, welcher auf einem Hügel gelegen ist und eine wunderschöne Aussicht über die Stadt bietet. Bevor wir da hin kamen, hatten wir einige personelle Probleme zu beseitigen, da unser Ex-Navigator Eva K. aus N. uns etwas in die falsche Richtung leitete. Außerdem galt es noch eine gefühlte 8000 Stufen Treppe zu überwinden hinter der sich der Uluru Climb nur verstecken kann. Viele Jogger, oder wie man das dann auch immer nennt, nutzen das Teil zum trainieren und laufen da die ganze Zeit nur auf und ab… Die spinnen die Ozzys…o_O
Nach diesen Strapazen und den schönem Ausblick kamen wir nach knapp drei Stunden Ausflug wieder in die Stadt zurück wo ich mir noch eine Leash (des Schnürl um den Fuß an das Surfboard zu binden) und ein Wax für das Board gekauft habe. Zum Abendessen gingen wir nochmal schön Essen wobei die nächste Seltsamheit auffiehl, es war nämlich kein Mensch mehr auf den Straßen (um ca 20:00 Uhr). Cafés und Restaurants halb voll aber in den großen Straßen durch die wir Mittags kamen war niemand mehr zu sehen… Sehr komische Metropole..
Mo 18.08
Der Tag ist gekommen und unser großer Road Trip mit Buddy, Brum, Eva, Sebi und mir sollte beginnen. Ich hatte grad meine Sachen gepackt, als ich aus meinem Skyscraper Penthouse Dorm im dritten Stock auf den Parkplatz wo Buddy steht hinabblickte. Da sah ich, dass die Tür wohl ein bisschen offen steht, so wie wenn man sie eben zu macht, absperrt und nicht mehr aufgeht, aber trotzdem eben noch ein Spalt übrig bleibt. Also runter zu Sebi und ihm gesagt, er habe die Türe wohl nicht richtig zu gemacht. Hier hat er schon mal doof gekuckt, denn wer Sebi kennt weiß, dass er keine Tür offen lässt. Ab zum Auto und hier präsentierte sich das Übel auch schon.
Fenster aufgebrochen, Tür offen, Surfboard weg…. Neeeeeein!!!
Mein armes Seepferdchen (hab es im Nachhinein auf „Heinz“ getauft) wurde gestohlen. Haben dann die Polizei angerufen wo ein netter Beamter wie Chef Wiggum alles auf seiner unsichtbaren Schreibmaschine protokolliert hat. Das wars.
Im Prinzip konnten wir aber froh sein dass nicht mehr fehlte und auch sonst nichts größeres beschädigt wurde. Trotzdem scheiße eben…
Es ging also knappe 260 km weiter nach Norden, in die im Nambung National Park gelegene Pinnacles Desert. Das Ganze ist eine kleine Wüste durch die sich überall Kalksteinsäulen verteilen, welche wir bis zum Sonnenuntergang angesehen haben. Denke mal die Bilder sprechen hier für sich.
Nachts konnte ich nun das erste Mal in meinem 4-Mann Zelt schlafen das Sebi für mich gekauft hatte und das war einfach herrlich! Hab zwar zwei Schlafsäcke benutzt da es doch etwas frisch war, aber dafür konnte ich bei offener Dachluke mir den Sternenhimmel ansehen und dem Meeresrauschen zuhören.
Was will man mehr???
Das war mal der Anfang unserer Reise – bleibt gespannt.